Fallschutzplatten / Fallschutzmatten

Fallschutzplatten sollen, wie der Name bereits sagt, bei Stürzen Schutz vor Verletzungen bieten. Meist sind Fallschutzplatten aus Gummigranulat, dadurch rutschhemmend auf der Oberfläche und feuchtigkeitsdurchlässig. Auf der Unterseite besteht meist ein Mattenprofil, über das Wasser abgeführt werden kann.
Fallschutzmatten gibt es je nach abzupuffernder Sturzhöhe bis ca. 80 mm Stärke für harten Untergrund, bei entsprechend behandeltem Untergrund können auch noch höhere Fallhöhen abgesichert werden.
Fallschutzmatten in Standardgrößen sind 50 x 50 cm oder 50 x 100 cm groß und können mit oder ohne Verbinder ausgestattet sein. Verbinder (Connectoren) haben den Vorteil, dass später im Plattenverbund keine einzelnen Platten herausgenomen werden können und die Platten bei abrupten Belastungen nicht verrutschen.

Wichtig bei Fallschutzplatten ist die Verwendung zertifizierter und getesteter Qualitätsprodukte – auch eine Frage der Haftung, falls einmal etwas passieren sollte.

Die Notwendigkeit für den Einsatz stoßdämpfender Bodensysteme ergibt sich aus den Bestimmungen der DIN EN 1177:2008

Danach sind ab einer freien Fallhöhe von mehr als 60 cm stoßdämpfende Böden verbindlich vorgeschrieben.

Die Eignung von Fallschutzplatten aus gebundenem, dauerelastischem Recycling-Gummigranulat wird durch ein Prüfzertifkat belegt. Der Nachweis der Stoßdämpfung erfolgt dabei nach der sogenannten HIC-Methode. HIC steht für Head Injury Criterion und ist eine international verwendete Kenngröße für den Schweregrad von Kopfverletzungen. Bei Fallschutzmaterialen auf Kinderspielplätzen wird ein HIC-Wert von 1000 als Obergrenze verwendet. Diese Obergrenze soll sicherstellen, dass bei Stürzen fast keine Kopfverletzungen mit dauerhaften Schäden zu erwarten sind. Deshalb gilt: Je niederiger der HIC-Wert, desto besser ist der Kopf des Kindes geschützt.
Die Ermittlung der kritischen Fallhöhe erfolgt durch eine genau vorgeschriebene Versuchsanordnung und besteht aus einer Serie von 9 Fallversuchen, bei denen 4 ansteigende Fallhöhen untersucht werden. Die kritische Fallhöhe wird bestimmt als die niedrigste Fallhöhe, die einen HIC Wert von 1000 erzeugt.

Natürlich sind Fallschutzmatten auch im betrieblichen Bereich einsetzbar, vor allem in Bereichen mit Sturzgefährdung und der Gefahr von Ausrutschen. Da die Platten problemlos auch befahren werden können, stellen sie hier eine gute Alternative zu Antirutschmatten dar.

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