Dauerndes Stehen am Arbeitsplatz? Antiermüdungsmatten als Vorteil für Gesundheit und Arbeitseffektivität

Laut Erhebungen von Arbeitsmedizinern haben Stehberufe eine überdurchschnittlich hohe Beteiligung an Arbeitsunfähigkeitsmeldungen

Dauerndes Stehen belastet den menschlichen Organismus einseitig und kann für eine Vielzahl an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder des Muskel-Skelett-Apperates verantwortlich sein.
Damit sind die Folgen ähnlich dem des dauerhaften Sitzens.

Wichtig ist, Lösungen oder Konzepte zu finden, die nicht darauf hinauslaufen, dass dauerndes Stehen durch Sitzen ersetzt wird (oder umgekehrt). Gesucht sind Alternativen, die helfen, die Arbeit 'bewegender' zu machen und die Mitarbeiter/Beschäftigten aus der monotonen 'Zwangshaltung' zu befreien. Das gilt neben dem Dauerstehen auch für das Dauersitzen.
Um zum Thema 'Aufrechtes Arbeiten am Arbeitsplatz' (Hinweise, Artikel, Diskussionen über Vor- und Nachteile uvm.) mehr zu erfahren, empfehlen wir die Seite Ergonomie am Arbeitsplatz.

Antiermüdungsmatte Crossrib Soft-TredDauerhaftes Stehen bei der Arbeit kann ermüdend sein - wer allerdings nicht darauf achtet, worauf er steht, ermüdet noch schneller!
Elastische Bodenbeläge und Arbeitsplatzmatten haben großen Einfluss auf die Stehqualität - besitzt der Bodenbelag eine gewisse Elastizität, so hilft dies, Gelenke sowie die Wirbelsäule der Mitarbeiter zu schonen.
Auch besitzen die meisten Antiermüdungs-Arbeitsplatzmatten durch ihren isolierenden Aufbau aus Gummi oder geschäumten Materialien zusätzlich einen Schutz gegen Bodenkälte.

Bei Arbeiten auf harten, glatten und kalten Oberflächen (z.B. Beton, Industrieböden, Stahlgitter, Böden mit Flüssigkeitseinwirkung) empfiehlt sich der Einsatz einer rutschhemmenden Anti-Ermüdungsmatte als Arbeitsplatzmatte und gleichzeitig Antirutschmatte.
Diese hilft, die Stehqualität zu steigern und verhindert gleichzeitig kalte Füße durch ihre wärmedämmenden Eigenschaften gegenüber der Bodenkälte.

Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland muss oft oder immer öfter bei der Arbeit stehen. Ca. 15% gaben an, dass sie sich durch das dauernde Stehen am Arbeitsplatz belastet fühlen.
In vielen Berufen ist Steharbeit an der Tagesordnung, z.B. im Einzelhandel, am Fließband, Montageband, an Kommissionierarbeitsplätzen. Irreversible, chronische Gesundheitsschäden können die Folge sein.

Dauerhaftes Stehen kann zu strapaziöser, statischer Belastung der Muskeln sowie einer starken Beanspruchung des Kreislaufsystems mit möglichen Folgebeschwerden führen:

  • Wirbelsäule und Bandscheiben werden durch Haltungsschwäche und Fehlhaltung auf Grund rascher Muskelermüdung überstrapaziert
  • dauerhafte Schädigung von Gelenken und Bändern im Hüft-, Knie- und Fußbereich
  • Absinken des Fußgewölbes sowie Entwicklung von Senk-, Spreiz- oder Plattfüßen
  • Störung / Beeinträchtigung der Blutzirkulation in Beinen
  • Behinderung des venösen Rückflusses gekoppelt mit dadurch auftretenden Schmerzen und Missempfindungen
  • Bildung von Krampfadern sowie Erweiterung der venösen Blutgefäße

Die meisten Veränderungen können sich in chronische Zustände verwandeln, wenn die Stehbelastung lange anhält.

Muskel-Skelett-Erkrankung - das am häufigsten auftretendes Krankheitsbild

Die Muskelskelett-Erkrankungen (MSE) umfasst die Krankheitsbilder der Erkrankung des unteren Rückens, Verletzungen von Muskeln oder Gewerbe sowie Bandscheibenvorfälle.
MSE entwickelt sich i.d.R. über einen langen Zeitraum - anfangs leichte Beschwerden werden schnell zu akuten Schmerzen.
Der ganze Körper wird durch langes Stehen und repetative Arbeitsmuster belastet, leidtragende Körperstellen sind primär Füße, Beine und Rücken.

Staffelung der Belastungsrisikostufen

  • Risikobereich 1: bis 2,5 Stunden Stehen – geringe Stehbelastung mit Anteil Sitzen zu Stehen / Gehen wie 1:2
  • Risikobereich 2: mehr 2,5 bis 4 Stunden Stehen – erhöhte Stehbelastung – Überlastung bei vermindert belastbaren Personen möglich – Gestaltungsmaßnahmen sind empfehlenswert
  • Risikobereich 3: Mehr als 4 bis 5,5 Stunden Stehen – gesundheitliche Auswirkungen für normal belastbare Personen sind möglich, Beschäftigungsverbot für Schwangere nach Ablauf des 5. Monats – Gestaltungsmaßnahmen sind erforderlich
  • Risikobereich 4: Mehr als 5,5 Stunden Stehen - hohe Stehbelastung - gesundheitliche Auswirkungen für normal belastbare Personen sind wahrscheinlich - Gestaltungsmaßnahmen sind zwingend erforderlich

Fazit: Antiermüdungsmatten, die vor allem bei Steharbeitsplätzen belastungsmildernd fungieren, helfen in erster Linie, die Belastung des Muskel- und Skelettsystems beim Auftreten und Abrollen des Fußen zu minimieren. Bei länger andauernden Arbeitsphasen wirken die Anti-Ermüdungsmatten beim stetigem Standbeinwechsel dämpfend. Die Arbeitsplatzmatten wirken zusätzlich oft Wärme isolierend und schützen vor Bodenkälte.
Je nach Einsatzbereich und Anforderung an die ergonomische Arbeitsplatzmatte gibt es z.B. Ausführungen für Steharbeitsplätze in Büros, in Industriebereichen mit verdichteter Oberfläche oder mit extra angebrachten Schutzschicht für extreme Belastungen.

Literatur und Quellen:

Stehend K.O. - Wenn Arbeit durchgestanden werden muss
Herausgeber: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin / Friedrich-Henkel-Weg 1–25, 44149 Dortmund-Dorstfeld / www.baua.de

Bewegungsergonomische Gestaltung von andauernder Steharbeit
Herausgeber: Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) ISBN: 3-936415-31-5

Informationen der AGR (Aktionsgemeinschaft gesunder Rücken) zu Arbeitsplatzmatten und ihre Vorteile

Studie Prof Kaiar, Arbeitswissenschaftler zu Vorteilen von Arbeitsplatzmatten

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