Unfälle durch Ausrutschen reduzieren – Rutschhemmklasse?

Ausrutschen und Stürze sind die Ursache von etwa einem Viertel aller Unfälle am Arbeitsplatz - oft verbunden mit Langzeitausfällen. 30% aller Unfälle auf einer Ebene (kein Sturz aus einer erhebl. Höhe) resultiert in krankheitsbedingtem Ausfall der Mitarbeiter von 21 Tagen oder sogar mehr!

Personenschäden durch Rutschgefahr

4 Hauptgründe für Personenschäden Rutschunfälle und Stolpern:

  • feuchte, rutschige Oberflächen, bedingt durch Wasseransammlungen oder andere Flüssigkeiten
  • rutschige Oberflächen bedingt durch trockene oder staubige Schmutzansammlungen, wie z.B. Sägemehl
  • Behinderungen durch herumstehende Objekte in Fußhöhe, sowohl ständig als auch zeitweise
  • unebene oder sich in der Höhe unterscheidende Ebenen, die nicht ausreichend gekennzeichnet sind, wie z.B. Rampen oder Treppen

Rutschunfälle durch verbesserte Traktion verhindern

Kontrollverlust durch fehlende Traktion ist kein Phänomen, das ausschließlich im Automobilbereich bei z.B. Aquaplaning auftritt.
Auch beim Laufen und Gehen kann die Traktion durch das Aufsetzen der Schuhsohle auf rutschigen Boden verloren gehen. Grund dafür ist ein Wasser-, Fett oder auch Schmutzpartikelfilm, der sich über die Schuhsohle zieht und die Traktion mit dem Boden verhindert - Rutschunfälle sind vorprogrammiert.
Hauptursachen eines verunreinigten und rutschigen Bodens sind Wasser, Öl, Fett oder Reinigungsflüssigkeit (meist Seife oder seifenartige Stoffe).
Entgegenwirken kann man hier durch entsprechende rutschhemmende Schuhsohlen und durch Arbeitsplatzmatten mit rutschhemmender Mattenoberfläche - ausgedrückt in den R-Werten (R 13 ist die beste Rutschhemmklasse).

Rutschhemmklassen - eine kurze Erklärung

Wie stark und ausgeprägt die Rutschhemmung einer Bodenmatte, z.B. einer Antirutschmatte ist, wird anhand der Rutschhemmklasse deutlich. Die Rutschhemmklasse wird bei einer Prüfung gemäß DIN 51130 durchgeführt.
Achtung: dieser Test unter Ölbelastungen ist reine Labormethode - ob Sanierungsbedarf oder der Austausch von Antirutschprodukten nach einer gewissen Einsatzdauer von Nöten ist, kann dadurch leider nicht ermittelt werden. Getestet wird die Rutschhemklasse auf einer Rampe. Die zu prüfende Antirutschmatte wird auf der Rampe befestigt und mit 200 ml Motoröl /m² übergossen.
Im Anschluss läuft ein Prüfer mit normierten Arbeitsschuhen auf dem Belag auf und ab, während der Neigungswinkel der Rampe stetig erhöht wird. Die Gradzahl des maximal zu erreichenden Neigungswinkels (ohne dass der Tester sich unsicher fühlt oder gar ausrutscht) kann dann effektiv einer Rutschhemmklasse zugeordnet werden..
Tabelle:

R 9 = 6° - 10°
R 10 > 10° - 19°
R 11 > 19° - 27°
R 12 > 27° - 35°
R 13 > 35°

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Hauptursache für trockene Verunreinigungen sind i.d.R. meist Abriebabfälle wie Sägemehl, Hobel oder Metallspäne die sich staubförmig auf dem Boden ansammeln.
Diese kleinen trockenen Teilchen fungieren wie Kügelchen und verhindern die Traktion der Schuhsohle mit dem Boden - durch den "Kugellager-Effekt" rutscht der Fuss weg und die Person verliert die Kontrolle und rutscht aus.
Entgegenwirken kann man diese Verunreinigungen natürlich durch Sauberhalten der Böden - in nasser Form und durch Arbeitsplatzmatten und Bodenroste mit großen Löchern, durch die die trockenen Verunreinigungen durchfallen und die Arbeitsoberfläche sauber bleibt. Natürlich muss auch hier in gewissen Abständen gereinigt werden.

Um Rutschunfälle mit Arbeitsplatzmatten zu reduzieren, ist eine großzügige Verlegung deutlich besser und effektiver als nur kleine "Insellösungen" am jeweiligen Arbeitsplatz. Rollenware oder zugeschnittene Arbeitsplatzmatten nach Maß sind hier das Mittel der Wahl - damit können die Laufwege ebenfalls ausgestattet werden und Ausrutschen zwischen den Arbeitsplatzmatten entfällt.

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