Verdrängungsraum und Rutschhemmklasse

Für Antirutschmatten gibt es 2 Einstufungen - die Rutschhemmklasse und den seltener benutzten Begriff des Verdrängungsraums

Verdrängungsraum - was ist das?

Für Arbeitsplätze, die mit einem hohen Nässeaufkommen oder Belastungen durch Öle & Fette zu kämpfen haben, empfiehlt sich der Einsatz einer geeigneten Antirutschmatte.
Diese besitzen meist eine entsprechende Oberfläche, die durch Profilierung oder Perforierung einen sicheren Stand gewährleisten.
Diese Oberflächenstruktur ermöglicht es, Schmutz und Flüssigkeiten zu 'verdrängen' - die rutschfördernden Substanzen werden zwischen den Rillen oder Vertiefungen `zwischengelagert´.
Die Traktion ist gewährleistet, da die Schuhsohle mit der Profilierung der Matte in Kontakt kommt, aber nicht mit den rutschigen und schmierigen Flüssigkeiten oder Stoffen.

Um herauszufinden, wie groß das maximale Verdrängungsvolumen der Sicherheitsmatte ist, sehen Sie hier eine abstrakte Skizze einer Antirutschmatte mit profilierter Oberfläche.Verdrängungsebene

Die Einstufung erfolgt nach dem Volumen der Flüssigkeit (normiert auf cm³), das pro Fläche (normiert auf dm²) der Matte aufgenommen werden kann, ohne dass die Matte ihren Antirutsch- und Sicherheitsaspekt verliert.

Während die Profiltiefe über diese Einstufung genormt ist, kann die Gestaltung der Oberfläche variieren. So besteht die Gehebene häufig aus kleinen Quadraten oder Dreiecken, aber auch freie Formen sind möglich.

Rutschhemmklasse

Die Rutschhemmung einer Antirutschmatte wird über die Rutschhemmklasse ermittelt und angegeben. Die Prüfung der Rutschhemmklasse wird nach DIN 51130 durchgeführt und ist eine reine Labormethode, bei der ermittelt wird, wann eine Person unter definierten Bedingungen ins Rutschen kommt.
Die Prüfung der Rutschhemmklasse erfolgt auf einer Rampe. Die zu prüfende Matte wird aufgebracht und mit 200 ml pro Quadratmeter Motoröl übergossen. Der Prüfer läuft nun mit normierten Arbeitsschuhen auf dem Belag auf und ab, während die Rampe immer steiler gestellt wird. Dies geschieht, bis der Prüfer sich unsicher fühlt oder sogar ausrutscht. Der dabei abschließend erreichte Neigungswinkel der Rampe führt zu einer Gradzahl und dieses zur Einteilung des Belags in die entsprechende Rutschhemmklasse.
So ergeben sich folgende Rutschhemmklassen:
R 9 = 6° – 10°
R 10 > 10° – 19°
R 11 > 19° – 27°
R 12 > 27° – 35°
R 13 > 35°

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