Antiermüdungsmatten – wissenschaftliche Erkenntnisse

Neben den Studien von Prof. Taiar zu Antiermüdungsmatten (wir berichteten) gibt es verschiedene andere Untersuchungen darüber, wie Anti-Ermüdungsmatten funktionieren.

Der Artikel von James M. Kendrick, erschienen in “Occupational Health & Safety”, beschreibt das so:
“Anti-Ermüdungsmatten sind so entwickelt, dass der Körper auf eine natürliche, nicht wahrnehmbare Weise schwingt und dadurch die Waden- und Beinmuskeln permanent leicht in Bewegung bleiben. Das unterstützt die Durchblutung und vermeidet Blutstauungen in den Venen, wodurch das Ermüdungsgefühl im Allgemeinen entsteht.”

Anti-Ermüdungsmatten wissenschaftliche Erkenntnisse

Langes Stehen auf hartem Untergrund kann zu vielfältigen Problemen führen:

Zum einen verhärten sich die Muskeln, was zu einer schlechteren Durchblutung führen kann und wodurch Muskeln und Gelenke schmerzen können. Zum anderen kann langes Stehen auf hartem Untergrund eine Fehlhaltung des Fußes verursachen, den sogenannten Plattfuß. Darüber hinaus klagen viele Menschen, die länger als 4 Stunden pro Tag stehen, über Schmerzen im unteren Rücken.
Wie von James Kendrick beschrieben, basiert der dämpfende Effekt von Anti-Ermüdungsmatten auf kontinuierlichen Mikrobewegungen der Füße, was für eine verbesserte Durchblutung der Beinmuskeln sorgt.

Allerdings kann zu viel Dämpfung auch negative Auswirkungen haben. Ein zu hoher Grad an Geschmeidigkeit führt zur Übermüdung, weil dadurch die Muskeln überanstrengt werden. Deshalb ist es wichtig, bei Antiermüdungsmatten die Balance zu treffen zwischen angenehm wirkender Dämpfung bei gleichzeitig nicht zu weichem Material - der Vergleich von Waldboden, auf dem man angenehm läuft und Joggen auf tiefem weichen Sand, was sehr ermüdend ist, ist hierfür ein gutes Beispiel.

Steharbeitsplätze und Ergonomie - wissenschaftliche Untersuchungen

Beschwerden und Müdigkeit in den unteren Gliedmaßen von erzwungenem langfristigem Stehen und Gehen sind oft ein Problem, gerade im Einzelhandel und im Gewerbe / der Industrie. Frühere Studien wie Morgora (1972) zeigten, dass die Schmerzen im Rücken am häufigsten bei den Arbeitnehmern auftraten, die täglich mehr als vier Stunden standen.
Bousseman et al (1982) brachte ans Licht, dass langfristiges Stehen die direkte Ursache von Schmerzen und Beschwerden ist. Spätere Untersuchungen wurden durchgeführt von Dr. Mark Redfern und Dr. Don Chaffi, am Zentrum für Ergonomie an der Universität von Michigan, im Jahre 1988. Paula Hinnen und Stephan Konz haben an der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen, Kansas State Universität, 1994, Beobachtungen über den Vergleich zwischen Stehen auf harten und weichen Fußböden durchgeführt.

Quelle: Notrax

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