Gummimatten als Arbeitsplatzmatten

Gummimatten als Arbeitsplatzmatten haben verschiedene Vorteile, müssen aber je nach Verwendungszweck ausgewählt werden

Als genereller Vorteil gilt: Gummimatten sind robust, fast immer auch im Außenbereich einsetzbar, feuchtigkeitsunempfindlich und rel. günstig, vor allem die Versionen aus NBR / SR.
Die Nachteile sind vor allem der Geruch, der sich bei Gummi kaum vermeiden lässt und je nach Ausgangsprodukt auch rel. stark ausfallen kann und die geringere Dämpfungswirkung gegenüber klassischen Antiermüdungsmatten - dies kann aber durch bestimmte Strukturierungen etwas ausgeglichen werden.

Gummimatten als Arbeitsplatzmatten und EingangsmattenSchwerpunktmäßig werden Gummimatten als Arbeitsplatzmatten eingesetzt im Bereich von nassen oder fettigen Arbeitsplätzen, z.B. in der Lebensmittelproduktion oder bei der Arbeit mit viel Wasseranfall. Hier sind dann meist die Gummimatten mit Lochstruktur und entsprechender Drainage gefragt.
Ein weiterer Einsatzbereich ist der Einsatz auf Bodenflächen als Bodenbelag oder für Laufwege - hier dann meist die Riffelblech oder Flachnoppen-Gummimatten als Gummiläufer.
In den Eingangsbereichen von Firmen und Läden, in der Hotellerie oder sonstigen Gebäuden mit hohem Publikumsverkehr werden Ringgummimatten verwendet - die normale Form mit größeren Waben oder die Kleinwabenmatten mit Vorteilen bei der Befahrbarkeit mit Einkaufswägen, Rollatoren usw.
Gummiplatten als Stecksysteme haben den Vorteil, dass auch große oder verwinkelte Flächen ausgelegt werden können - die Gummiplatten werden einfach mit einem Stecksystem an den Rändern der Platten zusammengesteckt und decken dann den Boden großflächig ab.
In der Tierhaltung kommen die klassischen Ringgummimatten oder die Breitrillenläufer zum Einsatz und sorgen dafür, dass weniger Einstreu nötig ist und die Tiere trockener stehen, was Vorteile im Bereich Tierkrankheiten wie Huffäule bringt.
In der Lagerhaltung und beim Transport verwendet man dünne Gummimatten als Auspolsterung von Regalen oder Transportwagen und vermeidet dadurch ein Verkratzen der Waren im Lager oder beim Transport.
Antivibrationsmatten werden zur Schwingungsdämpfung eingesetzt unter Maschinen und Geräten und als Bautenschutzmatten im Bereich von Solaranlagen (Schutz der Dachhaut) und zur Schwingungsdämpfung in Gebäuden, z.B. bei Parkhäusern.

Ausgangsprodukte von Gummimatten als Arbeitsplatzmatten

Grundmaterial für Gummiprodukte ist vulkanisierter Kautschuk. Unterschieden wird in Weichgummi, einem elastischen Material und dem festeren Hartgummi mit einem höheren Schwefelgehalt. Eine weitere Unterscheidung ist der Aufbau der Gummimatte, aus Vollmaterial, mit oder ohne Gewebeeinlage oder aus Gummigranulat (feuchtigkeitsdurchlässig).
Natürlicher Kautschuk wird als Naturkautschuk oder Naturlatex bezeichnet und ist im Milchsaft von tropischen Pflanzen (hauptsächlich Kautschukbaum) enthalten.
Synthetischer Kautschuk besteht meist aus Styrol und Butadien. Wichtig sind die Gummisorten Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR oder SR), Chloropren-Kautschuk (Neopren), Butadien-Kautschuk (BR), Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR), Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), Chloropren-Kautschuk (CR) und Polyisopren-Kautschuk (IR).

Je nach Ausgangsbestandteil sind die Gummimatten dann mehr oder weniger Ölbeständig, feuerhemmend oder geeignet für Anwendungen im ESD-Bereich - nicht überall ist die `billige´ NBR/SBR Gummimatte einsetzbar.

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