Matten – was ist was?

Matten - was ist was ?

Als "Laie" steht man oft etwas ahnungslos vor den verschiedenen Begrifflichkeiten, mit denen Matten als Meterware, zugeschnitten auf Maß gekennzeichnet sind. Deshalb hier eine kleine Einordnungshilfe, was es alles unter der Kategorie Matten als Meterware gibt:

Arbeitsplatzmatten und Antiermüdungsmatten:

Arbeitsplatzmatten sind vor allem Antiermüdungsmatten, die am Arbeitsplatz, vor allem an Steharbeitsplätzen, für bessere ergonomische Bedingungen sorgen und die Gesundheit der darauf stehenden Personen unterstützen. Arbeitsplatzmatten helfen, die Blutzirkulation in den Beinen zu verbessern, Gelenkbeschwerden und Muskelverkrampfungen zu verhindern und erhalten die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Arbeitsplatzmatten gibt es für die verschiedenen Anforderungen am Arbeitsplatz und in unterschiedlichen Varianten je nach Belastung durch die Nutzer - einlagig, zweilagig, mit Deckschicht, mit Struktur der Oberfläche usw.. Matten als Meterware haben hier den Vorteil, dass der Nutzer genau die für seinen Bedarf richtige Länge bekommt und nicht zu kurze oder zu lange Matten am Arbeitsplatz liegen hat.

Gummimatten und Gummiläufer Meterware:

Bodenmatten aus Gummi der veschiedensten Gummisorten, Naturgummi, SBR oder NBR-Gummi, Gummigranulat, als Gummiplatten, Gummimatten oder Gummiläufer. Standardgummimatten sind die bekannten Ringgummimatten, bei den Läufern sind vor allem die Rillenmatten und die Matten mit Noppenstruktur oder anderen Strukturen der Mattenoberfläche bekannt. Gummiläufer werden als Meterware zugeschnitten auf Ihre benötigte Länge geliefert. Gummiplatten sind meist unstrukturierte Gummiarten in verschiedenen Dicken, die als Rollenware oder in Standardgrößen vorhanden sind und als Weiterverarbeitungsprodukt oder zum Auslegen von versch. Räumlichkeiten dienen.

Bodenroste:

Bodenroste sind meist als Bodenbeläge in Rollenform verfügbar und werden meist in Nassbereichen oder in Räumen mit Öl und Fettbelastung eingestezt, um ein Ausrutschen der sich hier bewegenden Personen zu verhindern. Oft haben Bodenroste eine stark rutschhemmende Oberfläche. Im Privatbereich kennt man Bodenroste in der Sauna, im Umkleidebereich oder in Duschen von Schwimmbädern als Bodenbelag

Antirutschmatten:

Einzelmatten und Bodenbeläge, die verhindern, dass Personen ausrutschen und stürzen. Oft haben Antirutschmatten eine Oberfläche mit Mineralkörnung, alternativ auch eine gut ausgeprägte Struktur oder bestehen aus Materialien, die an sich schon rutschhemmend sind, wie z.B. Gummigranulat oder "Spaghettimatten".
Die Rutschhemmung wird in R-Klassen gemessen, R11- R13 sind gute bis beste Rutschhemm-Klassen.
Antirutschmatten werden je nach Material auch als Sicherheitsmatten für Eingangsbereiche und Laufwege im Freien- bei Nässe oder im Winter - eingesetzt und sind absolut witterungsunempfindlich. Hier spielen Matten als Meterware eine entscheidende Rolle, da meist längere Stücke benötigt werden, die möglichst an einem Stück verlegt werden sollen.

ESD-Matten und Antistatikmatten:

Spezielle Industriematten, die antistatische Eigenschaften haben und Überspannungen ableiten - oft über ein Erdungskabel, manchmal auch über die Unterseite der Matte. Bei Antistatikmatten wird das Entstehen von Überspannung verhindert oder diese abgeleitet, dadurch sind keine Schäden an empfindlichen Maschinen, Produkten (oder beim Menschen) zu befürchten. Je nach Belastung durch die Nutzer gibt es wie bei den Antiermüdungsmatten auch einlagige oder zweilagige ESD-Matten, die dann natürlich auch eine Antiermüdungswirkung haben.
Isolationsmatten verhindern, dass hohe Spannungen den darauf stehenden Menschen schädigen - idealer Schutz bei der Arbeit mit Hochspannung.

Anti-Vibrationsmatten und Bautenschutzmatten:

Matten, die unter Geräten und Maschinen für die Dämpfung von Erschütterungen, Schwingungen und Stößen sorgen. Meist aus einem Gummimaterial in verschiedener Stärke, einsetzbar im Haushaltsbereich z.B. als Waschmaschinenmatte, im Transportsektor als Ladungssicherungsmatte, im Baubereich als Bautenschutzmatte (z.B. als Bautenschutzmatte unter Solaranlagen-Konstruktionen oder im Parkhausbau), in Gewerbe und Industrie als Antivibrationsmatte unter schweren Maschinen und im Sportbereich unter Geräten oder im Kraftraum, um den Boden zu schützen und Schläge durch herabfallende Hanteln und Gewichte abzupuffern und für einen Schallschutz und eine Entkopplung zu sorgen.

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